Tradition, Familienführung und technischer Fortschritt: Das Hörakustikunternehmen iffland.hören. feiert 2026 sein 70-jähriges Bestehen. Aus einem kleinen Fachgeschäft in Stuttgart entwickelte sich ein mittelständischer Anbieter mit mehr als 60 Filialen in Süddeutschland. Die Geschichte des Unternehmens zeigt zugleich, wie sich die Hörakustikbranche in Deutschland über Jahrzehnte verändert hat.

Die Anfänge: Ein Pionier der deutschen Hörgeräteakustik

Der Ursprung des Unternehmens liegt im Jahr 1956. Damals eröffnete Kurt Iffland in der Stuttgarter Königstraße ein Fachgeschäft unter dem Namen „Hörgeräte-Verkaufs-Gesellschaft“. Bereits im ersten Jahr expandierte das Unternehmen – vier weitere Filialen kamen hinzu. Die Entwicklung fiel in eine Zeit, in der sich die Hörgeräteakustik in Deutschland gerade erst professionalisierte. Iffland gehörte zu den frühen Akteuren der Branche. 1961 erfolgte die Umbenennung in „Hörgeräte Iffland“ – ein Schritt, der den Markenaufbau vorantrieb.

Technischer Ausbau: Werkstatt und Otoplastiklabor

In den folgenden Jahrzehnten setzte das Unternehmen auf handwerkliche und technische Integration.

  • 1972 richtete die Firma eine eigene Werkstatt ein.
  • 1983 folgte ein Otoplastiklabor zur Herstellung individueller Ohrpassstücke.

Damit konnte ein größerer Teil der Versorgung im eigenen Haus erfolgen – ein strategischer Schritt in einer Branche, in der präzise Anpassung und Nachsorge entscheidend sind.

Familienunternehmen in dritter Generation

Die Unternehmensführung blieb über Jahrzehnte in Familienhand.

  • 1989 übernahm Dr. Günter Osswald, Schwiegersohn des Gründers, die Geschäftsführung.
  • Seit 2008 steht Marc Osswald, der Enkel von Kurt Iffland, an der Spitze des Unternehmens.

Diese Kontinuität ist typisch für viele mittelständische Hörakustikbetriebe – ein Faktor, der häufig mit langfristiger Kundenbindung und regionaler Verankerung verbunden ist.

Markenwandel und Qualitätsmanagement

Im Jahr 2008 erfolgte ein zentraler Schritt in der Unternehmensstrategie: Aus „Hörgeräte Iffland“ wurde die Marke „iffland.hören.“. Ziel war es, das inzwischen deutlich erweiterte Leistungsangebot rund um Hörversorgung stärker sichtbar zu machen. Im gleichen Jahr führte das Unternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ein – ein Standard, der im Hörakustikmarkt zunehmend Bedeutung gewann, etwa für strukturierte Anpassprozesse und interne Qualitätskontrollen.

Vom Fachgeschäft zum Filialnetz

Heute betreibt iffland.hören mehr als 60 Fachgeschäfte und beschäftigt mehrere hundert Mitarbeiter. Das Leistungsspektrum umfasst neben der klassischen Hörgeräteversorgung auch Gehörschutz, Hörtraining, Tinnitus-Beratung sowie Nachsorge bei Cochlea-Implantaten.

Ein wachsender Bereich ist zudem die Pädakustik – also die Versorgung von Kindern mit Hörsystemen. Dafür wurden spezielle Filialangebote aufgebaut.

70 Jahre: Jubiläum mit Blick auf die Zukunft

Das Jubiläum im Jahr 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen. Seit seiner Gründung hat sich der Betrieb von einem handwerklich geprägten Fachgeschäft zu einem mittelständischen Hörakustiknetzwerk entwickelt.

Der Anspruch blieb dabei konstant: individuelle Hörversorgung, technische Weiterentwicklung und persönliche Betreuung der Kunden.