Der Familienoptiker und Hörakustiker ROTTLER feiert sein 80-jähriges Bestehen – und nutzt das Jubiläum, um sowohl auf die eigene Geschichte als auch auf kommende Wachstumsschritte zu blicken. In mehr als 135 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Süd-Niedersachsen und Schleswig-Holstein lädt das Unternehmen dazu ein, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

Das Unternehmen mit Sitz im sauerländischen Neheim gehört heute mit rund 1.100 Beschäftigten zu den sieben umsatzstärksten Optikunternehmen in Deutschland. Neben Brillen und Kontaktlinsen gehört auch die Hörakustik, die an rund 80 Standorten vertreten ist, seit Jahren zum Geschäft.

80 Jahre ROTTLER sind mehr als eine Zahl. Für uns ist das eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft“, sagt Geschäftsführer Paul Rottler. Ziel bleibe es, Menschen mit gutem Sehen und gutem Hören zu versorgen – und dabei persönliche Beratung in den Mittelpunkt zu stellen.

Vom Einzelgeschäft zum Filialnetz

Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1946, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Maria und Paul Rottler senior eröffnen in Neheim ihr erstes Augenoptikgeschäft. Schon früh arbeiten auch die drei Kinder Paul junior, Peter und Martha im Betrieb mit.

Nach dem Tod von Paul Rottler junior (1976) und Firmengründer Paul Rottler senior (1977) übernimmt Peter Rottler im Alter von 21 Jahren die Verantwortung für das Unternehmen. Gemeinsam mit seiner Frau Andrea Rottler, Augenoptikermeisterin und Hörakustikerin, baut er das Geschäft weiter aus. Auch Schwester Martha Rottler bleibt lange Teil der Unternehmensführung.

Der nächste Generationswechsel folgt 2007, als Paul Rottler, Sohn von Peter und Andrea Rottler, ins Unternehmen eintritt. 2015 übernimmt er die alleinige Geschäftsführung und treibt vor allem Expansion und Digitalisierung voran.

Übernahmen und strategische Partnerschaften

In den vergangenen Jahren wächst ROTTLER vor allem durch Akquisitionen und Kooperationen.

  • 2019 übernimmt das Unternehmen Pleines Fashion Optik und Akustik aus Korschenbroich mit damals 24 Standorten.

  • 2024 folgt die Integration des hessischen Traditionsunternehmens Heini Weber, womit ROTTLER den Markteintritt in ein viertes Bundesland vollzieht.

  • Ebenfalls 2024 geht das Unternehmen gemeinsam mit Optiker Bode aus Hamburg eine strategische Partnerschaft ein. Beide übernehmen zusammen den Onlinehändler Edel-Optics aus der Insolvenz.

Im Jahr 2025 stellt sich ROTTLER zudem organisatorisch neu auf: Neben Paul Rottler gehören nun Mark Baukmann und Armin Herdegen zur erweiterten Führungsspitze.

Franchise als Wachstumsmotor

Neben eigenen Filialen setzt ROTTLER zunehmend auf Franchise-Partner. Derzeit gehören 26 Geschäfte zum Franchise-Netzwerk.

Franchise ist ein wichtiger Teil unserer Zukunft“, sagt Geschäftsführer Paul Rottler. Das Netzwerk solle weiter wachsen – allerdings mit Partnern, die die Werte und Qualitätsansprüche des Familienunternehmens teilen.

Investitionen in Ausbildung und Innovation

Ein sichtbares Symbol für die Verbindung von Tradition und Zukunft ist das Stammhaus in Neheim. In dem historischen Gebäude befindet sich seit 2024 auch die ROTTLER-Akademie, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgebildet und weiterqualifiziert werden.

Parallel investiert das Unternehmen in neue Versorgungsangebote und digitale Lösungen, darunter:

  • Myopiemanagement für Kinder

  • Weiterentwickelte Sehzentren mit Fokus auf Augengesundheit

  • Digitale Services in der Hörakustik, etwa Fernanpassungen und vernetzte Hörsysteme

Damit reagiert das Unternehmen auf technologische Veränderungen in Optik und Hörakustik sowie auf steigende Anforderungen an Beratung und Service.

Familienunternehmen mit generationsübergreifendem Anspruch

Trotz Wachstum und Expansion betont das Unternehmen weiterhin seine Rolle als familiengeführter Betrieb.

„Wir wollen alle Generationen erreichen – von Kindern bis zu den Großeltern“, sagt Paul Rottler. Ziel sei es, dass sich Kundinnen und Kunden in den Filialen gut beraten und verstanden fühlen.

Nach acht Jahrzehnten Unternehmensgeschichte steht das Jubiläum damit nicht nur für einen Rückblick – sondern auch für eine strategische Standortbestimmung in einem sich wandelnden Gesundheits- und Einzelhandelsmarkt.