Die fünf Verbände der Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke setzen ihre Zusammenarbeit fort. Im Rahmen ihrer diesjährigen Klausurtagung unterzeichneten sie eine neue Kooperationsvereinbarung für den Zeitraum 2027 bis 2031. Ziel ist es, gesundheitspolitische Interessen künftig weiterhin gemeinsam zu vertreten und die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland zu stärken.
Kooperation für weitere fünf Jahre gesichert
Mit der neuen Vereinbarung bekräftigen die Bundesinnung der Hörakustiker (biha), der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), der Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST), der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) sowie der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) ihre Zusammenarbeit für weitere fünf Jahre.
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft soll die Kooperation dazu beitragen, die Interessen der Mitgliedsbetriebe in einem zunehmend komplexen gesundheitspolitischen Umfeld geschlossen zu vertreten. Hintergrund sind unter anderem demografische Veränderungen, steigende Anforderungen an eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung sowie die Vielzahl einflussreicher Akteure im Gesundheitswesen.
Gemeinsame Schwerpunkte definiert
Die Verbände wollen zentrale Zukunftsthemen weiterhin gemeinsam bearbeiten. Dazu zählen insbesondere die Sicherung hoher Qualitätsstandards, die Aus- und Weiterbildung, die Fachkräftesicherung, der Abbau bürokratischer Anforderungen, die Begleitung der Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie eine stärkere politische Sichtbarkeit der Gesundheitshandwerke.
Nach Einschätzung der beteiligten Organisationen gewinnt eine abgestimmte Interessenvertretung angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen weiter an Bedeutung. Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich dabei als gemeinsame Plattform, um Positionen zu bündeln und die Anliegen der Gesundheitshandwerke mit einer einheitlichen Stimme einzubringen.
Rund 30.000 Betriebe vertreten
Die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke vereint die fünf bundesweiten Spitzenorganisationen der Augenoptik, Hörakustik, Orthopädie-Technik, Orthopädie-Schuhtechnik und Zahntechnik. Nach ihren Angaben gehören deutschlandweit rund 30.000 Betriebe zu den Gesundheitshandwerken. Diese beschäftigen etwa 192.000 Mitarbeitende, darunter rund 17.000 Auszubildende.
Mit der Unterzeichnung der neuen Vereinbarung setzen die Verbände die bestehende Zusammenarbeit über den bisherigen Zeitraum hinaus fort und schaffen den organisatorischen Rahmen für eine gemeinsame Interessenvertretung bis Ende 2031.