Der biha-Vizepräsident Boris Ricking übernimmt ab sofort auch auf europäischer Ebene Verantwortung – und folgt damit einer bekannten Vorgängerin.
In Wien hat die Europäische Vereinigung der Hörakustiker (AEA) am 8. Juni 2026 ihren neuen Vizepräsidenten bestimmt. Die Mitgliederversammlung wählte Boris Ricking – Hörakustiker-Meister, Fachgeschäftsinhaber und Vizepräsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) – einstimmig in das Amt. Er tritt die Nachfolge von Marianne Frickel an.
Vom Ruhrgebiet nach Brüssel
Ricking bringt eine klar strukturierte Berufslaufbahn mit. 2007 legte er seine Meisterprüfung ab, seit 2015 betreibt er mehrere Fachgeschäfte im Ruhrgebiet. Den Weg in die Verbandspolitik fand er 2019 – zunächst als Regionalbeauftragter der biha, seit 2025 als deren Vizepräsident. Nun kommt das europäische Amt hinzu.
Lob aus dem Präsidium
biha-Präsident Eberhard Schmidt sieht in der Wahl die richtige Entscheidung: Ricking sei jemand mit „viel Enthusiasmus und persönlichem Einsatz“ – Eigenschaften, die Schmidt aus jahrelanger gemeinsamer Arbeit im biha-Präsidium kennt. Auch Vorgängerin Marianne Frickel begrüßte den Wechsel ausdrücklich und bezeichnete Ricking als „erfahrenen Experten der Branche“.
Europäische Interessenvertretung
Die AEA vertritt das Hörakustiker-Handwerk auf EU-Ebene gegenüber Institutionen und Regulierungsbehörden. Mit Ricking stellt Deutschland erneut die Vizepräsidentschaft – eine Position, die angesichts laufender europäischer Debatten über Hörversorgung, OTC-Märkte und Berufsqualifikationen an Gewicht gewinnt.