Der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) hat heute die Gesamtverkaufszahlen seiner Mitgliedsunternehmen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Die Daten bestätigen die steigende Nachfrage nach professionell angepassten Hörsystemen und spiegeln ein zunehmendes Bewusstsein für Hörgesundheit sowie die Vorteile moderner Hörtechnologie wider. So stieg die Zahl der in Deutschland an den Hörakustik-Fachhandel abgesetzten Hörgeräte um 4,5 Prozent. Die im BVHI vertretenen Hersteller verkauften insgesamt 1,68 Millionen Hörgeräte. Die Absatzzahlen erfassen die Verkäufe der Hersteller an den Hörakustik-Einzelhandel, sowohl an unternehmenseigene als auch unternehmensfremde Fachgeschäfte.

 

Gesamtverkauf Deutschland (Stückzahl) Veränderung (in Prozent)
2019 1.488.000 9,3
2020 1.442.000 -3,1
2021 1.540.000 6,8
2022 1.602.000 4,0
2023 1.610.000 0,5
2024 1.683.000 4,5
Quelle: Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI)

„Etwa elf Prozent der Bundesbürger halten ihre Hörfähigkeit für gemindert. Immer mehr Menschen – aufgeklärt und beraten durch HNO-Ärzte und Hörakustiker – erkennen, welche Vorteile eine professionelle Hörversorgung für ihre Lebensqualität und soziale Teilhabe bietet. Das belegen die kontinuierlich steigenden Absatzzahlen von Hörgeräten“, so Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI.

Auch der europäische Branchenverband EHIMA (European Hearing Instrument Manufacturers Association) meldet einen global wachsenden Bedarf an modernen Hörlösungen. Die Verbandsmitglieder setzten 2024 weltweit rund 22,69 Mio. Hörgeräte an den Fachhandel ab – ein Zuwachs von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Gesamtverkauf weltweit (Stückzahl) Veränderung (in Prozent)
2019 17.058.000 6,4
2020 14.123.000 -17,2
2021 19.337.000 37,0
2022 20.251.000 4,7
2023 21.812.000 7,7
2024 22.690.000 4,0
Quelle: European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA)

„Wir freuen uns über die weiterhin steigende Nutzung von Hörsystemen. Das zeigt, dass Menschen ihrem Hörvermögen zunehmend Priorität einräumen“, erklärt Peter Karlströmer, der neu gewählte Präsident von EHIMA. „Unsere Mitgliedsunternehmen setzen sich mit Nachdruck für Innovationen ein, um besseres Hören zu ermöglichen, und unterstützen Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die auf Früherkennung und rechtzeitige Behandlung abzielen.“