Demant hat im dritten Quartal 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 3 % erzielt. Haupttreiber war ein solides Ergebnis im Geschäftsbereich Hearing Care, während das Segment Hearing Aids trotz Marktanteilsgewinnen unter einem schwächeren Marktumfeld litt. Das Management bestätigte die Jahresprognose, rechnet jedoch mit einem Ergebnis am unteren Ende der Bandbreite.

Laut CEO Søren Nielsen bleibt die Nachfrage nach professioneller Hörversorgung und innovativer Technologie trotz makroökonomischer Unsicherheiten intakt. „Wir sehen ein moderateres Marktwachstum, aber die fundamentale Nachfrage ist stabil. Mit dem Launch des Oticon Zeal – dem weltweit vollständigsten Im-Ohr-Hörgerät mit umfassender Konnektivität und Wiederaufladbarkeit – setzen wir weiter auf Innovation und Nutzerzentrierung“, so Nielsen.

Geschäftsentwicklung im Überblick

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal auf 5,45 Mrd. DKK (Vorjahr: 5,40 Mrd. DKK). Das organische Wachstum von 3 % wurde durch Akquisitionen (+2 %) gestützt, während Wechselkurseffekte (-4 %) den berichteten Zuwachs auf +1 % reduzierten.

  • Hearing Aids: Externe Umsätze gingen leicht um 2 % auf 2,35 Mrd. DKK zurück. Trotz Marktschwäche und sinkender Durchschnittspreise (ASP) konnte Demant in mehreren Kernmärkten Marktanteile gewinnen.

  • Hearing Care: Mit +4 % organischem Wachstum erzielte der Bereich ein solides Ergebnis. Besonders stark entwickelten sich Polen, Frankreich und mehrere mittelgroße Märkte. Akquisitionen – vor allem in Deutschland – trugen zusätzlich zum Wachstum bei.

  • Diagnostics: Das Segment verzeichnete ein organisches Minus von 1 %, belastet durch Investitionszurückhaltung in den USA und schwächere Geräteverkäufe.

Die Bruttomarge lag unter dem Vorjahreswert, beeinflusst durch Veränderungen im geografischen und kanalbezogenen Umsatzmix sowie durch den höheren Anteil wiederaufladbarer Geräte. Das EBIT fiel laut Demant „am unteren Ende der Erwartungen“ aus, unter anderem wegen negativer Wechselkurseffekte.

Finanzlage und Akquisitionen

Demant erwirtschaftete weiterhin einen hohen operativen Cashflow, was trotz anhaltender Investitionstätigkeit zu einem leichten Rückgang der Nettoverschuldung führte. Die Verschuldungsquote (Gearing) blieb mit 2,0–2,5 x EBITDA innerhalb des Zielkorridors.

Der geplante Erwerb der KIND-Gruppe – einem der weltweit größten Hörakustik-Filialnetze – soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen werden. Bis dahin bleibt der Beitrag von KIND in der Prognose unberücksichtigt. Nach Abschluss wird die Verschuldung kurzfristig über die Zielspanne steigen.

Ausblick 2025

Demant bestätigt die Jahresprognose, rechnet jedoch mit Ergebnissen am unteren Rand der Bandbreite:

Kennzahl Prognose 2025
Organisches Wachstum 1–3 %, voraussichtlich unteres Ende
EBIT 3,9–4,3 Mrd. DKK, voraussichtlich unteres Ende
Effektiver Steuersatz ca. 23 %
Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ca. 200 Mio. DKK

Die Schätzungen berücksichtigen ungünstige Währungseinflüsse von rund –125 Mio. DKK sowie –25 Mio. DKK an US-Zöllen auf Diagnostikprodukte.

Mit dem Verkauf von Oticon Medical an den schwedischen Investor Impilo, der bis Ende Q1 2026 abgeschlossen werden soll, zieht sich Demant endgültig aus dem Bereich Hörimplantate zurück.