Demant A/S hat seinen Halbjahresbericht 2025 vorgelegt und die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Hauptgründe sind eine geringere Marktdynamik im globalen Hörgerätemarkt sowie rückläufige Umsätze bei einem großen US-Einzelhändler.

Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2025

  • Umsatz: 11,25 Mrd. DKK (+2% berichtet, 0% organisch)

  • EBIT: 1,85 Mrd. DKK (Marge: 16,4%) – belastet durch ungünstige geografische Mixeffekte und geringere operative Hebel

  • Cashflow: sehr solide mit 1,51 Mrd. DKK CFFO

Die Hörsystem-Sparte erzielte ein leichtes Absatzwachstum (+3% in Stückzahlen), litt jedoch unter einem um 2% gesunkenen Durchschnittspreis. Besonders die schwache Entwicklung in den USA sowie ein verschärfter Wettbewerb wirkten dämpfend. Positiv entwickelte sich dagegen das Geschäft in Frankreich und Deutschland.

Im Hörakustik-Einzelhandel (Hearing Care) gelang ein organisches Wachstum von 2%, unterstützt durch Übernahmen vor allem in Deutschland und Dänemark.

Das Diagnostikgeschäft verzeichnete -2% organisches Wachstum, belastet durch geringere Investitionen in den USA und China, während Europa – insbesondere Frankreich – zulegen konnte.

Anpassung der Jahresprognose 2025

Demant reduziert seine Erwartungen für das Gesamtjahr:

  • Organisches Wachstum: 1–3% (zuvor 1–5%)

  • EBIT: 3,9–4,3 Mrd. DKK (zuvor 4,1–4,5 Mrd. DKK)

  • Weltmarkt Hörgeräte: Wachstum 1–3% (zuvor 2–4%), mit starkem Treiber Frankreich

Die geplante Übernahme der KIND Gruppe (700 Mio. EUR) ist in den Prognosen noch nicht enthalten, da der Abschluss erst im zweiten Halbjahr erwartet wird.

CEO Nielsen: „Grundlagen bleiben intakt“

Trotz der Korrektur zeigt sich CEO Søren Nielsen zuversichtlich:

„Die kurzfristige Dynamik ist schwächer als erwartet, doch wir haben Marktanteile in Stückzahlen gewonnen und sehen eine starke Innovationspipeline. Mit Fokus auf Effizienz, Kostenkontrolle und Nutzermehrwert sind wir überzeugt, wieder zu Wachstum zurückzukehren.“

Nachhaltigkeit & Unternehmensentwicklung

  • 11,2 Mio. Menschen weltweit profitieren aktuell von Demant-Lösungen

  • CO₂-Emissionen (Scope 1+2) wurden um 5% reduziert

  • Gender Diversity im Top-Management stabil bei 31% Frauen

  • Compliance-Training: 94% der relevanten Mitarbeitenden geschult