Rund ein Jahr nach der Markteinführung der Hörsysteme ReSound Vivia und ReSound Savi zieht GN Hearing eine positive Qualitätsbilanz. Nach Unternehmensangaben ist die Zahl der Rücksendungen im Vergleich zu den jeweiligen Vorgängermodellen um etwa 80 Prozent gesunken.
Weniger technische Beanstandungen, veränderte Rücksendegründe
Während Rücksendungen früher häufig auf technische Ursachen wie verstopfte Mikrofonöffnungen zurückzuführen waren, erfolgen Einsendungen heute überwiegend aus nicht-technischen Gründen – etwa aufgrund von Farb- oder Designwünschen der Kundinnen und Kunden. GN Hearing führt diese Entwicklung auf Verbesserungen in Konstruktion, Materialauswahl und Fertigungsprozessen zurück.
Im Zuge der Produktentwicklung wurden laut Hersteller zahlreiche Produktionsschritte optimiert, von der Leiterplattenbestückung (PCBA) bis zur Endmontage. Ziel war es, die Robustheit der Systeme zu erhöhen und typische Schwachstellen früherer Generationen zu reduzieren.
Austauschbare Mikrofonfilter als Serviceoption
Ein zentrales Element der aktuellen ReSound-Modelle sind austauschbare Mikrofonfilter. Diese ermöglichen es Hörakustikerinnen und Hörakustikern, Verschmutzungen eigenständig zu beheben, ohne das Hörsystem an den Hersteller einsenden zu müssen. GN Hearing empfiehlt einen Filterwechsel etwa alle zwei Monate oder angepasst an die individuellen Nutzungsbedingungen.
Für die Praxis kann dies nicht nur die Ausfallzeiten für Kundinnen und Kunden verkürzen, sondern auch den Serviceaufwand reduzieren. Gleichzeitig adressiert der Filterwechsel eine der bislang häufigsten Ursachen für Rücksendungen.
Serviceorientierung gegenüber dem Fachhandel
Parallel zur Produktqualität betont GN Hearing den Ausbau seiner Serviceleistungen für den Hörakustikfachhandel. Dazu zählen nach Unternehmensangaben die Kundenbetreuung am Standort Münster sowie die Unterstützung vor Ort in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Christian Lücke, Geschäftsführer der GN Hearing GmbH, hebt hervor, dass der Fokus auf einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Fachhandel liege. Ziel sei es, Hörakustikerinnen und Hörakustiker in die Lage zu versetzen, kleinere Probleme direkt selbst zu lösen und ihr Leistungsangebot gegenüber den Endkundinnen und -kunden weiter zu stärken.