GN Store Nord A/S hat im dritten Quartal 2025 solide Ergebnisse erzielt: Der Konzernumsatz wuchs organisch um 1 %, das EBITA belief sich auf 435 Mio. DKK, was einer Marge von 11 % entspricht. Der freie Cashflow (exkl. M&A) lag bei 410 Mio. DKK, während die Nettoverschuldung auf 9,4 Mrd. DKK sank – eine Verschuldungsquote von 4,0×. Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose für 2025.
Hörsysteme als Wachstumstreiber
Das Hearing-Geschäft erwies sich erneut als zentrale Stütze: Mit einem organischen Umsatzplus von 7 % trug die anhaltend starke Nachfrage nach ReSound Vivia maßgeblich zum Konzernwachstum bei. Laut GN gelang es, in mehreren Märkten Marktanteile zu gewinnen. Die Division erreichte eine operative Marge von 34 %, getragen von Skaleneffekten und effizientem Kostenmanagement.
Herausforderungen im Enterprise-Segment
Das Enterprise-Geschäft blieb durch Unsicherheiten in Europa und Lagerbestandsanpassungen in Nordamerika belastet. Das organische Umsatzwachstum lag bei –4 %, die Marge ebenfalls bei 34 %. Preissteigerungen und strikte Kostendisziplin kompensierten teilweise die negativen Effekte durch Zölle und geringere Auslastung.
Gaming weiterhin robust
Das Gaming-Segment konnte sich in einem schwierigen Markt behaupten und wuchs organisch um 3 %. Die Marge (ohne Einmaleffekte aus Rückbauten) lag bei 9 %. GN verweist auf stabile Nachfrage und erfolgreiche Preismaßnahmen, die steigende Beschaffungskosten abfedern.
Ausblick 2025 bestätigt
Trotz eines nach wie vor schwächeren globalen Marktumfelds bekräftigte GN Store Nord seine Jahresprognose:
| Kennzahl | Prognose 2025 |
|---|---|
| Organisches Umsatzwachstum (exkl. Wind-down) | –2 % bis +2 % |
| EBITA-Marge | 11 % bis 13 % |
| Freier Cashflow (exkl. M&A) | ca. 800 Mio. DKK |
Laut GN-CEO Peter Karlstromer verlaufen die Prioritäten planmäßig: „Wir setzen unsere Strategie konsequent um – auch in Märkten, die aktuell unterdurchschnittlich wachsen. Die Diversifizierung unseres Produktionsnetzwerks ist nahezu abgeschlossen, sodass wir bis Ende 2025 den Großteil des US-Marktes außerhalb Chinas bedienen können. So sichern wir unsere Lieferfähigkeit und Profitabilität langfristig ab.“
GN hatte bereits im Mai 2025 umfangreiche Maßnahmen zur Risikominderung durch neue Handelszölle eingeleitet – darunter Preissteigerungen in den USA, Kostenprogramme sowie eine geografisch breitere Produktionsbasis. Insgesamt erwartet das Unternehmen weiterhin eine Belastung der EBITA-Marge von rund –1 % durch Zölle im laufenden Jahr, wovon etwa die Hälfte temporärer Natur sei.
Innovation als Wachstumstreiber
Im Bereich Hörsysteme setzt GN weiterhin auf seine neuen Plattformen ReSound Vivia und ReSound Savi, die laut Unternehmen entscheidend zur Marktanteilssteigerung beitragen. Trotz eines globalen Marktwachstums unter dem historischen Schnitt von 4–6 % geht GN davon aus, auch 2025 am unteren Ende der Zielspanne von 5–9 % organischem Wachstum in der Hörsparte zu liegen.