GN Store Nord A/S hat im zweiten Quartal 2025 seine operative Agilität unter Beweis gestellt und einen deutlichen Ergebnissprung erzielt. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg des EBITA um 46 Prozent auf 546 Mio. DKK, was einer Marge von 13 Prozent entspricht. Treiber waren Verbesserungen der Bruttomarge, strikte Kostenkontrolle sowie der Wegfall außerordentlicher Aufwendungen.
Entwicklung in den Geschäftsbereichen
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Hearing: Die Hörgeräte-Sparte erzielte ein organisches Umsatzwachstum von 8 Prozent. Insbesondere das Modell ReSound Vivia sorgte weltweit für Marktanteilsgewinne, trotz eines unter den strukturellen Erwartungen liegenden Marktumfelds. Das Divisionalergebnis stieg um 12 Prozent, die Marge erreichte 36 Prozent.
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Enterprise: Das Geschäft mit Enterprise-Lösungen blieb durch die globale Handelssituation belastet und verzeichnete -7 Prozent organisches Umsatzwachstum. Fortschritte mit FalCom, konsequente Preispolitik und Kostendisziplin führten dennoch zu einer Divisionsmarge von 34 Prozent.
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Gaming: Trotz schwacher Konsumstimmung und Tarifeinflüssen konnte die Gaming-Sparte ein stabiles organisches Wachstum von 0 Prozent auf anspruchsvoller Vergleichsbasis erreichen. Die EBITA-Marge (exkl. Wind-down-Effekte) lag bei 12 Prozent.
Konzernfinanzen
Der Free Cashflow (exkl. M&A) belief sich auf 353 Mio. DKK. Die Nettoverschuldung lag bei 9,85 Mrd. DKK, entsprechend dem 4,0-Fachen des EBITA.
Prognose 2025 bestätigt
Angesichts der erfolgreichen Umsetzung in der ersten Jahreshälfte bekräftigt GN die Jahresprognose 2025:
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Organisches Umsatzwachstum (exkl. Wind-down): nun eingegrenzt auf -2 bis +2 Prozent (zuvor -3 bis +3 Prozent)
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EBITA-Marge: unverändert bei 11 bis 13 Prozent
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Free Cashflow (exkl. M&A): rund 800 Mio. DKK
Stimmen aus dem Management
CEO Peter Karlstromer erklärte: „Trotz des herausfordernden makroökonomischen Umfelds sind wir mit unserer Umsetzung und den Fortschritten sehr zufrieden. Unsere Vivia-Produkte entwickeln sich stark, und in Enterprise sowie Gaming konnten wir durch Diversifizierung der Lieferketten und kommerzielle Maßnahmen die Auswirkungen der Handelssituation gut abfedern. Wir bleiben überzeugt von den Chancen, die vor uns liegen.“