Der Absatz von Hörgeräten in Großbritannien und Irland ist im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal deutlich zurückgegangen. Das zeigen die aktuellen Marktdaten der British Irish Hearing Instrument Manufacturers Association (BIHIMA). Alle drei Marktsegmente sind betroffen: der NHS-Versorgungsweg, der britische Privatmarkt und der irische Markt.

NHS und Privatmarkt verlieren zweistellig

Im britischen Gesundheitsdienst NHS sank die Stückzahl von 457.200 im ersten auf 414.600 im zweiten Quartal, ein Minus von 9,3 %. Stärker traf es den Privatmarkt: Dort fiel der Absatz von 145.500 auf 121.000 Geräte, ein Rückgang um 16,8 %. Der britische Gesamtmarkt schrumpfte damit um gut 11 % auf rund 535.600 Einheiten.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 fällt der Rückgang moderater aus: Der NHS-Absatz liegt 8,4 % unter Vorjahresniveau, der Privatmarkt nur 2,6 %.

Irischer Markt bricht im Quartalsvergleich ein, wächst aber im Jahresvergleich

In Irland sank der Absatz von 33.920 auf 27.880 Geräte, ein Minus von 17,8 % gegenüber dem außergewöhnlich starken ersten Quartal. Gemessen am zweiten Quartal 2025 mit 26.200 Geräten liegt der irische Markt trotzdem noch 6,4 % im Plus. Als einziger der drei Märkte legt er im Jahresvergleich zu.

Wiederaufladbare Geräte: leichter Rückgang zum Vorquartal, Plus im Jahresvergleich

Der Anteil wiederaufladbarer Hörgeräte ging im Quartalsvergleich leicht zurück: im NHS von 5,8 auf 5,0 %, im britischen Privatmarkt von 93,3 auf 92,7 %. In Irland stieg er dagegen von 67,1 auf 68,7 %. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 liegen alle drei Werte höher: im NHS von 3,6 auf 5,0 %, im Privatmarkt von 88,4 auf 92,7 % und in Irland von 65,5 auf 68,7 %.

RITE/RIC bleibt mit Abstand meistverkaufte Bauform

Im britischen Privatmarkt entfielen im zweiten Quartal 83,1 % aller verkauften Geräte auf receiver-in-the-ear-Modelle (RITE/RIC), gefolgt von ITE-Geräten mit 12,7 %. BTE- und CIC/IIC-Bauformen kommen zusammen auf rund 4,2 %.