Die Preise für Hörhilfen sind im Juni 2026 im Jahresvergleich um 2,2 % gesunken. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamts zum Verbraucherpreisindex. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die im September 2025 begann: Seither liegt die Jahresveränderungsrate für Hörhilfen durchgehend im Minus, zuletzt zwischen -0,2 % und -2,2 %.

Ein Index, der sich von der Gesamtinflation abkoppelt

Der Hörhilfen-Preisindex, mit dem Basisjahr 2020 gleich 100 gesetzt, stand im Juni 2026 bei 106,1 Punkten – ein Jahr zuvor waren es noch 108,5. Der allgemeine Verbraucherpreisindex für Deutschland bewegte sich im selben Zeitraum in die andere Richtung: Er stieg von 121,8 auf 124,6 Punkte, die Jahresteuerung lag durchgehend zwischen 1,8 % und 2,9 %.

Auch verwandte Produktgruppen aus dem Gesundheitsbereich zeigen ein anderes Bild. Brillen und Kontaktlinsen verteuerten sich im Juni 2026 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr, nach Raten von teils über 5 % in den Monaten davor. Therapeutische Geräte und Ausrüstungen insgesamt legten zuletzt um 0,4 % zu, ebenfalls schwächer als im Frühjahr, aber nach wie vor im Plus.

QUELLE: STATISTISCHES BUNDESAMT (DESTATIS), 2026

Hörhilfen – Preisentwicklung im Vergleich

Hörhilfen
Brillen und Kontaktlinsen
Verbraucherpreisindex (gesamt)


Zehn Monate mit rückläufigen Werten

Die Daten zeigen den Bruch klar: Bis August 2025 lag die Jahresrate für Hörhilfen noch bei bis zu 1,5 %. Seit September 2025 kippte sie ins Negative und blieb dort – mit dem bislang stärksten Rückgang im Mai 2026 (-2,1 %) und Juni 2026 (-2,2 %).