Der nordische Healthcare-Investor Impilo hat die Übernahme von Oticon Medical vom dänischen Hörsystemkonzern Demant abgeschlossen. Ziel ist die Weiterentwicklung des Implantatgeschäfts als eigenständiges Unternehmen.
Eigentümerwechsel vollzogen
Die Investmentgesellschaft Impilo hat die Akquisition von Oticon Medical AB erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen war zuvor Teil von Demant A/S. Die Transaktion markiert zugleich den Abschluss von Demants Ausstieg aus dem Geschäftsbereich Hearing Implants.
Der vereinbarte Kaufpreis liegt bei bis zu 600 Millionen Dänischen Kronen (DKK). Ein Teilbetrag wurde bei Abschluss gezahlt, weitere Zahlungen sind an zukünftige Leistungsziele gekoppelt.
Fokus auf BAHS und Innovation
Oticon Medical zählt zu den globalen Anbietern im Bereich knochenverankerter Hörlösungen (BAHS). Unter der neuen Eigentümerstruktur soll das Unternehmen als eigenständige Einheit weiterentwickelt werden. Geplant sind Investitionen in Wachstum, Marktpräsenz und die nächste Generation von Hörimplantaten.
Zu den zentralen Produkten gehört unter anderem das transkutane System Sentio, das zuletzt das Portfolio erweitert hat.
Zusammenarbeit mit Demant bleibt bestehen
Teil der Vereinbarung ist eine langfristige Kooperation zwischen Impilo, Oticon Medical und Demant. Diese umfasst unter anderem:
- die gemeinsame Entwicklung künftiger Soundprozessoren wie Ponto und Sentio
- fortgesetzte Produktions- und Liefervereinbarungen
- Unterstützung bei Vertrieb und Service während der Übergangsphase
Für Kunden und Partner sollen sich laut Unternehmen keine Änderungen im Tagesgeschäft ergeben: Vertriebsstrukturen, Service und Support bleiben unverändert bestehen.
Strategischer Schritt für beide Seiten
Mit dem Verkauf richtet Demant seinen Fokus stärker auf andere Geschäftsbereiche innerhalb der Hörakustik aus. Impilo wiederum tätigt mit der Übernahme die erste Investition aus seinem neuen Fonds und positioniert sich gezielt im MedTech-Segment.