Der Erfurter Otoplastik-Hersteller migohead beteiligt sich am Verbundprojekt „CeraDigital“, das digitale Prozessketten für die Herstellung und Verarbeitung von Hochleistungskeramiken entwickeln soll. Beteiligt sind 8 weitere Partner aus Industrie und Wissenschaft. Das Vorhaben ist auf mehrere Jahre angelegt, heißt es in einer auf den 7. September datierten Mitteilung des Unternehmens. Gefördert wird es vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur über die Richtlinie FTI-Thüringen TECHNOLOGIE, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Im Kern geht es darum, Prozess- und Materialdaten zusammenzuführen und mit KI-Modellen auszuwerten. Ziel ist laut migohead, Maschinen- und Materialparameter optimal aufeinander abzustimmen. Die digitalen Prozessketten sollen industrielle Fertigungsprozesse effizienter, präziser und nachhaltiger machen. Als Anwendungsfelder nennt die Mitteilung Medizintechnik, Optik, Energietechnik und den Werkzeugbereich. Fachlich bündelt das Projekt Materialwissenschaft, Verfahrenstechnik, Messtechnik und Digitalisierung.
Das Teilvorhaben von migohead zielt auf die digitale Technologieentwicklung für einen optimierten Haftverbund zwischen Keramik und Polymer. Damit soll laut Mitteilung ein Beitrag zur zuverlässigen Verbindung unterschiedlicher Hochleistungswerkstoffe geleistet werden. Das Unternehmen bringt seine Erfahrung aus Entwicklung und Herstellung von Otoplastiken in den Verbund ein.
„Wir gehen einen weiteren wichtigen Schritt, um digitale Technologien und Prozesse für Keramiksysteme weiterzuentwickeln und daraus innovative Lösungen für die Otoplastik und damit auch für Hörsystemträger voranzubringen“, erklärt Roman Golovkov, Inhaber von migohead. Mitgründerin und Inhaberin Flora Mirzoyan spricht von einem Meilenstein, auf den man lange hingearbeitet habe.
migohead wurde im September 2021 gegründet und entwickelt, produziert und vertreibt High-End-Ohrpassstücke aus innovativen und klassischen Materialien.