Ultra-kompakte Hörsysteme stellen Hörakustiker vor besondere Herausforderungen. Das gilt auch für das Oticon Zeal, ein besonders kleines IIC-/CIC-Hörsystem, das tief im Gehörgang getragen wird. Schon minimale Abweichungen bei der Fertigung der Otoplastik können hier akustische und komfortrelevante Folgen haben.

Der Hersteller AUDIA bietet nun maßgefertigte Otoplastiken speziell für das Oticon Zeal an. Ziel ist es, die besonderen Anforderungen dieser Bauform zu berücksichtigen – von der exakten Positionierung im Gehörgang bis zur akustischen Feinabstimmung.

Präzision als Schlüssel bei IIC-Systemen

Je kleiner ein Hörsystem, desto stärker wirken sich Details der Passform aus. Bei IIC- und CIC-Systemen beeinflussen selbst geringfügige Abweichungen mehrere zentrale Faktoren:

  • Verstärkungsreserve
  • Rückkopplungsverhalten
  • Tragekomfort und Sitzstabilität

Eine präzise gefertigte Otoplastik sorgt dafür, dass das Hörsystem korrekt und reproduzierbar im Gehörgang positioniert wird. Das kann entscheidend sein, um die vom Hersteller vorgesehenen akustischen Parameter auch im Alltag zu erreichen.

Materialien und Fertigung

Nach Angaben von AUDIA werden die neuen Otoplastiken akustisch abgestimmt gefertigt. Zum Einsatz kommen biokompatible Materialien, optional auch Titan. Die durchschnittliche Fertigungszeit liegt laut Anbieter bei rund fünf Werktagen.

Bedeutung für die Anpasspraxis

Für  Hörakustiker bleibt die Otoplastik ein entscheidender Bestandteil der Gesamtanpassung – gerade bei besonders kleinen Systemen. Eine präzise Passform kann dazu beitragen, dass Nutzerinnen und Nutzer das technische Potenzial ihres Hörsystems besser ausschöpfen. Denn bei tief sitzenden Hörgeräten gilt mehr denn je: Millimeter entscheiden über Hörkomfort und Klangqualität.