Mehr Diagnose, mehr Auswahl, mehr Robustheit: Der Schweizer Hörsystemhersteller Phonak erweitert sein Portfolio – und setzt dabei klar auf Effizienz im Fachgeschäft und Alltagstauglichkeit für Nutzerinnen und Nutzer.

Am 24. Februar 2026 stellte das Unternehmen in Stäfa (Schweiz) und Fellbach (Deutschland) mehrere Neuerungen vor. Im Mittelpunkt stehen digitale Serviceprozesse, zusätzliche Bauformen sowie Erweiterungen im Zubehörbereich.

Neue Diagnose-App soll Service beschleunigen

Herzstück der Vorstellung ist die PhonakPro Check App. Die neue Diagnose-Anwendung richtet sich an Hörakustiker und soll das Auslesen von Hörsystemen sowie die Fehlersuche vereinfachen.

Kern des Konzepts ist ein strukturierter 5-Punkte-Test. Hörsysteme lassen sich damit systematisch prüfen, Fehler schneller identifizieren. Automatisch generierte Reparaturformulare sollen die Abwicklung im Servicefall vereinfachen. Ergänzend erstellt die App Statusberichte, die den technischen Zustand der Geräte transparent darstellen.

Für Fachbetriebe bedeutet das: weniger manuelle Dokumentation, klarere Prozesse, potenziell kürzere Durchlaufzeiten im Reparaturfall.

Rückkehr eines Klassikers: Phonak Naída Lumity im M-Gehäuse

Ab Ende Februar kommt Naída Lumity wieder im kompakten M-Gehäuse auf den Markt. Das Modell nutzt eine 312er Zink-Luft-Batterie und verfügt über eine integrierte T-Spule.

Damit reagiert Phonak auf die anhaltende Nachfrage nach leistungsstarken Hinter-dem-Ohr-Systemen im kleineren Formfaktor – insbesondere für Nutzer mit höherem Verstärkungsbedarf, die auf Batteriebetrieb setzen.

Einstiegsmodelle mit neuer Farboption

Auch im Einstiegssegment gibt es eine Ergänzung: Terra und Terra+ sind künftig zusätzlich in „Samtschwarz (P8)“ erhältlich. Technisch bleibt es bei den bekannten Plattformen, optisch erweitert sich das Angebot.

Gerade im Basissegment spielen neben Preis und Leistung zunehmend auch Designfragen eine Rolle.

Phonak Virto I-R jetzt auch mit UP-Receiver

Das wiederaufladbare Im-Ohr-System Virto I-R wird um eine Variante mit UP-Receiver erweitert. Damit können künftig auch Personen mit mittel- bis hochgradigem Hörverlust auf eine individuell gefertigte, wiederaufladbare Lösung im kleinen Formfaktor zurückgreifen.

Für die Anpasspraxis bedeutet das: mehr Flexibilität im Versorgungsbereich jenseits klassischer HdO-Systeme.

EasyGuard: Mehr Varianten, weniger Wartung

Im Zubehörbereich baut Phonak sein EasyGuard-Dome-Portfolio aus. Neben den bisherigen „Open“-Varianten (S, M, L) sollen ab Ende März zusätzlich „Power“-Ausführungen in mehreren Größen verfügbar sein.

Die Besonderheit: Die Reinigung erfolgt laut Hersteller unkompliziert per Tuch, was den Wartungsaufwand reduzieren und die Lebensdauer der Receiver verlängern soll. Für den Alltag in Werkstatt und Anpassraum könnte das Zeit sparen.

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