Das US-Unternehmen Qualia Oto erhält eine Förderung in Höhe von 1,84 Millionen US-Dollar aus dem Phase-II-Programm des Small Business Innovation Research (SBIR) des National Institute on Deafness and Other Communication Disorders (NIDCD). Die Mittel sollen die Weiterentwicklung einer neuartigen Elektroden-Technologie für Cochlea-Implantate unterstützen und den nächsten Schritt in Richtung Kommerzialisierung ermöglichen.
Förderung knüpft an erfolgreiche Phase I an
Die jetzt bewilligte Phase-II-Förderung baut auf einer zuvor abgeschlossenen Phase-I-Förderung auf. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung einer patentierten shape-adaptive polymer technology, die das Elektrodenarray nach der Implantation anpassen soll. Ziel ist es, die Vorteile perimodiolärer und lateraler Wand-Elektroden zu kombinieren und dabei eine möglichst schonende Implantation zu unterstützen.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Technologie eine präzisere Positionierung der Elektrode ermöglichen und gleichzeitig das Risiko eines Traumas im empfindlichen Innenohrgewebe verringern. Damit verfolgt Qualia Oto das Ziel, die Leistungsfähigkeit von Cochlea-Implantaten weiter zu verbessern.
Fokus auf Entwicklung und regulatorische Vorbereitung
Die Förderung ist auf zwei Jahre angelegt. In dieser Zeit will Qualia Oto die Technologie weiterentwickeln und wichtige Voraussetzungen für die spätere Markteinführung schaffen. Dazu gehört auch die Erstellung eines FDA Device Master File, das als Bestandteil der regulatorischen Vorbereitung für Medizinprodukte in den USA dient.
Das Small Business Innovation Research (SBIR)-Programm unterstützt innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner Unternehmen. Mit der Phase-II-Förderung werden Vorhaben unterstützt, die in der ersten Projektphase ihre technische Machbarkeit nachgewiesen haben und nun für die weitere Entwicklung bis hin zur möglichen Kommerzialisierung vorbereitet werden.
Nach Unternehmensangaben stellt die Förderung einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung der Technologie dar. Angaben zu einem möglichen Zeitpunkt klinischer Studien oder einer Markteinführung wurden in den veröffentlichten Informationen nicht gemacht.