Das Hörzentrum Oldenburg hat im Juni 2026 die Version 2.4 seiner Messmethode revoloud veröffentlicht. Das Update zielt auf schnellere Abläufe in der Anpassroutine und aktualisierte Sicherheitsstandards.
Was revoloud macht – und warum das relevant ist
revoloud erfasst die individuelle Lautheitswahrnehmung von Hörgeräteträger:innen, indem diese 60 natürliche Geräusche hinsichtlich ihrer wahrgenommenen Lautstärke bewerten. Der gesamte Messvorgang dauert fünf bis sieben Minuten. Die Ergebnisse erscheinen auf einer Lautheitskarte, die Bereiche mit Über- oder Unterverstärkung sichtbar macht – und damit gezielte Korrekturen an der Hörgeräteeinstellung ermöglicht.
Was Version 2.4 konkret ändert
Drei Neuerungen stehen im Mittelpunkt des Updates:
- Überarbeitetes Design der Antwortskala für eine intuitivere Bedienung
- Direkter Signalstopp nach jeder Bewertungseingabe, um den Messablauf zu beschleunigen
- Anpassung der „Remote Response“-Funktion an aktuelle EU-Sicherheitsstandards
„Mit revoloud 2.4 setzen wir die Weiterentwicklung unserer Messmethode fort“, erklärt Dr. Dirk Oetting, Entwickler von revoloud und Projektleiter Produkte am Hörzentrum Oldenburg. Die neuen Funktionen erleichterten die Anwendung im Praxisalltag und unterstützten Hörakustiker:innen dabei, die Lautheitswahrnehmung ihrer Kund:innen effizienter zu erfassen.
Hintergrund
Das Hörzentrum Oldenburg verfolgt mit der Weiterentwicklung von revoloud das Ziel, audiologische Messverfahren stärker in der täglichen Anpassroutine zu verankern. Die Methode richtet sich an Hörakustiker:innen, die eine objektiv belegbare Grundlage für die Geräteeinstellung benötigen – unabhängig von rein subjektiven Rückmeldungen der Kund:innen.