Die Konsumlaune in Deutschland zeigt sich im April 2026 weiterhin gedämpft. Das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) signalisiert keine spürbare Erholung des privaten Verbrauchs in den kommenden Monaten.

Unsicherheit bremst Kauflaune

Grundlage des monatlichen Indikators ist eine Umfrage unter rund 1.600 Verbraucherinnen und Verbrauchern, durchgeführt vom Handelsblatt Research Institute (HRI). Das Barometer misst die erwartete Entwicklung des Konsums in den nächsten drei Monaten und gilt als Frühindikator für die Binnenwirtschaft.

Für April zeigt sich: Anhaltende wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten dämpfen weiterhin die Erwartungen. Bereits in den Vormonaten hatte sich die zuvor leicht verbesserte Stimmung wieder eingetrübt.

Keine Dynamik bei Anschaffungen

Die Teilindikatoren liefern ein uneinheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung bleibt schwach, größere Konsumausgaben werden von vielen Haushalten weiterhin zurückgestellt. Gleichzeitig zeigt auch die Sparneigung keine deutlichen Veränderungen. Eine klare Trendwende ist damit nicht erkennbar.

Frühindikator für schwachen Konsum

Das HDE-Konsumbarometer bildet nicht das aktuelle Kaufverhalten ab, sondern die Erwartungen der Verbraucher. Entsprechend deutet der aktuelle Wert darauf hin, dass der private Konsum als zentrale Stütze der deutschen Wirtschaft kurzfristig keine starken Impulse liefern dürfte.

Seit seiner Einführung im Jahr 2016 wird das Barometer monatlich veröffentlicht und dient Unternehmen sowie Politik als Orientierung für die Entwicklung der Konsumnachfrage in Deutschland.