Die WSA-Gruppe hat ihre Geschäftszahlen für das am 30. September 2025 abgeschlossene Geschäftsjahr 2024/25 vorgelegt. Während das Unternehmen beim Umsatz auf ein organisches Wachstum von 0 % kam (Vorjahr: 10 %), konnte die EBITDA-Marge um 1 Prozentpunkt auf 17,7 % gesteigert werden – im Rahmen der Prognose.

Makroökonomische Schwäche bremst Nachfrage

Laut CEO Jan Mäkelä war das Marktumfeld vor allem in großen Absatzländern von Zurückhaltung geprägt: Viele Verbraucher hätten ihre Hörsystemversorgung aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten verschoben. In den USA belastete zudem ein deutlicher Rückgang der Managed-Care-Leistungen. Deutliche Zuwächse verzeichnete hingegen das Online-Geschäft.

Regionale Entwicklung unterschiedlich

  • Americas: Gedämpftes Wachstum, schwächere US-Nachfrage teilweise durch LATAM aufgefangen.

  • EMEA: Deutschland positiv; Frankreich profitierte kaum von der RAC0-Erneuerung, da WSA dort in geringem Maße in den relevanten Vertriebskanälen vertreten ist.

  • APAC: Starke Entwicklung in Japan und Südkorea, schwächere Nachfrage in China und Australien/Neuseeland.

Im Endkundengeschäft zeigte Retail solides, Online starkes Wachstum, während der Bereich U.S. Managed Care weiter rückläufig war.

Kostendisziplin stärkt Margen

Mit einem EBITDA von 456 Mio. Euro (Vorjahr: 16,7 % Marge) profitiert WSA von striktem Kostenmanagement. Über 170 Mio. Euro flossen in Forschung und Entwicklung – verbunden mit mehreren wichtigen Produkteinführungen:

  • Signia IX-Erweiterungen, inkl. Insio Charge&Go CIC IX (weltweit erstes wiederaufladbares CIC mit direktionalem Mikrofon)

  • Signia Motion Charge&Go IX sowie Pure Charge&Go BCT IX (kleinstes Bluetooth-fähiges RIC)

  • WIDEX ALLURE™ Plattform für natürlicheren Klang

  • Widex Compass Cloud, weltweit erste vollständig cloudbasierte Anpasssoftware

Q4: leichte Umsatzdelle bei hoher Marge

Im vierten Quartal erzielte WSA 621 Mio. Euro Umsatz (-1 % organisch), belastet durch das schwache Marktumfeld. Die EBITDA-Marge lag bei 19,2 %.

Ausblick 2025/26: vorsichtiger Optimismus

Für das neue Geschäftsjahr erwartet WSA 0–4 % organisches Wachstum – abhängig vom makroökonomischen Umfeld und getragen durch weitere Produkteinführungen. Die EBITDA-Marge soll um rund 1 Prozentpunkt steigen, gestützt durch Effizienzprogramme und Skaleneffekte.