WSA verlängert einen Vertrag mit einem großen US-amerikanischen Managed-Care-Kunden nicht. Wie das Unternehmen mit Sitz in Lynge, Dänemark, am 12. August 2026 mitteilte, läuft die Vereinbarung zum 1. Januar 2027 aus. Den Umsatzverlust aus dem Vertragsende will WSA durch eigene kommerzielle Gegenmaßnahmen teilweise ausgleichen. Nach dieser Kompensation rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr 2026/27 mit einem Nettoeffekt von 60 bis 80 Millionen Euro.

Was Managed Care für WSA bedeutet

Im Managed-Care-Modell übernimmt ein externer Dienstleister im Auftrag einer Krankenversicherung die gesamte Versorgung von Patienten: Termine bei Hörakustikern, Anpassung und Service der Hörgeräte sowie die Abrechnung.

CEO Jan Mäkelä äußerte sich zu der Entscheidung des Kunden verhalten. Man respektiere sie und schätze die langjährige Zusammenarbeit. Managed Care bleibe für WSA eine Priorität und ein wichtiger Kanal im US-Markt. Das Unternehmen sehe weiterhin ungenutztes Potenzial in diesem Segment.

Wie genau die angekündigten Gegenmaßnahmen aussehen, nannte WSA in der Mitteilung nicht.

Ausblick auf die Quartalszahlen

WSA hält an seinem Zeitplan fest: Die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 will das Unternehmen wie geplant am 25. August 2026 veröffentlichen. Die aktuelle Ankündigung habe laut WSA keine Auswirkung auf die bestehende Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26.